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Hundeschule
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Phytotherapie

Die Pflanzenheilkunde hat in der Tierheilpraxis ebenfalls einen hohen Stellenwert. Wildlebende Tiere suchen seit jeher bestimmte Pflanzen und Heilkräuter auf, um Erkrankungen oder Verletzungen zu therapieren, oder um sich einfach nur gesund zu erhalten. Aber auch in der menschlichen Kultur (von den alten Ägyptern bis zum Mittelalter mit der bekanntestes Vertreterin Hildegard von Bingen) wurde die Phytotherapie intensiv erforscht und angewendet.
Im Mittelalter ging durch die Verfolgung der Heilkundigen durch die christliche Kirche viel von dem wertvollen Wissen verloren. Eine Renaissance erlebte die Phytotherapie erst wieder mit dem Priester und Hydrotherapeuten Sebastian Kneipp. Phytotherapeutika werden innerlich als Tee verwendet bzw. frisch oder getrocknet über das Futter gestreut; äußerlich finden sie ihre Anwendung vorwiegend als Salben oder Öle. Je nach Pflanze und Bedarf kommen entweder die Blüten, Blätter, Wurzeln oder die Früchte zum Einsatz.
Wichtige Wirkstoffe von Heilpflanzen sind z.B. Alkaloide, ätherische Öle, Bitterstoffe, Gerbstoffe oder Glykoside. Jede Pflanze besteht aus einer natürlichen Wirkstoffkombination, die erst die einmalige Wirkung ausmacht. Einzelne, extrahierte Stoffe aus einer Heilpflanze sind oftmals wirkungslos oder möglicherweise sogar mit Nebenwirkungen behaftet, da gerade die kombinierten Begleitstoffe oft die gewünschte Wirkung verstärken bzw. die unerwünschten Wirkungen verhindern.

