Schüßlersalze

Schüßler Salze 

Der Arzt Dr. Wilhelm Schüßler (1821 – 1D898) befasste sich ursprünglich ebenfalls mit der Homöopathie, wollte jedoch eine Therapie entwickeln, die mit weniger Mitteln auskommt, einfacher und weniger zeitintensiv in der Anwendung ist, aber ebenso wirkungsvoll wie die Homöopathie sein sollte. 1870 war die Idee für eine neue Therapieform geboren. Schüßler postulierte, dass Krankheiten aufgrund eines gestörten Mineralhaushaltes im Körper entstehen und somit das Fehlen eines bestimmten Minerals den gesamten Stoffwechsel beeinträchtigt. Ein Organismus kann auf die unterschiedlichen Anforderungen und Einflüsse aus der Umwelt nur reagieren, wenn dessen „Zellchemie“ intakt ist und somit die Informationsübertragung im Körper, die von Zelle zu Zelle erfolgt, ungehindert möglich ist. Dr. Schüßler gab seiner Mineralstofftherapie, die mit lediglich zwölf Mineralsalzen in potenzierter Form auskam, den Namen „Biochemie“. Von seinen Nachfolgern wurden noch weitere zwölf sogenannte Ergänzungsmittel gefunden. Schüßler-Salze werden nur in Dezimalschritten potenziert, so dass man immer nur D-Potenzen erhält.

Der wichtigste Unterschied zur Homöopathie ist, dass Schüßler-Salze nicht nach dem Ähnlichkeitsprinzip verordnet werden, sondern nach den Symptomen des entsprechenden Mineralstoffmangels. Alle Salze werden in der D 6 verabreicht, außer Nr. 1 – Calcium fluoratum, Nr. 3 – Ferrum phosphoricum und Nr. 11 – Silicea, die in der D 12 ihre Anwendung finden. In diesem Verhältnis kommen, nach Schüßler’s Forschungen, die Mineralstoffe im Organismus vor. Bei der Anwendung der Schüßlersalze ist allerdings zu beachten, dass damit nie ein gravierender Mineralstoffmangel ausgeglichen werden kann, sondern mit deren Einnahme dem Organismus nur die Verwertung der durch die Ernährung zugeführten Mineralstoffe ermöglicht wird. Da sich ein gestörter Mineralhaushalt nicht nur körperlich auswirkt, sondern sich auch in der Wesensstruktur des Menschen oder Tieres zeigt, hat die Schüßler-Salz-Therapie immer auch eine Wirkung auf die Psyche des Organismus.

Allerdings ist die Schüßler-Salz-Therapie, ebenso wie die Homöopathie eine Regulationstherapie, d.h. der Organismus muss noch über Selbstheilungskräfte verfügen, die dann durch die Therapie mobilisiert werden können.